Studienabbruch: Gründe und Möglichkeiten diesen zu verhindern

Mehr als eine halbe Million Erstsemester haben sich laut Deutschem Studentenwerk zum Wintersemester 2016/17 an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Entsprechend der Zahlen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), wird davon ein Viertel das anfänglich gewählte Studienfach früher oder später abbrechen, um entweder das Studienfach zu wechseln oder das Studium komplett aufzugeben. Ein solcher Abbruch […]

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Frankfurter Neue Presse: "Studien- und Karriereberatung in Frankfurt. In sechs Stunden den richtigen Studiengang finden"

04.04.2017 Kristina Seum (35) ist Diplom Pädagogin und Gründerin von „talentraum“, einer Studien- und Karriereberatung in Frankfurt. Diese Beratung richtet sich an Schüler, die vor der schweren Entscheidung stehen: Studieren? Und was? FNP-Mitarbeiter Thomas J. Schmidt hat mit ihr gesprochen. Das Abi ist geschrieben. Wie schwierig ist es für Schüler, den passenden Studiengang zu finden? […]

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TALENTUM 2017 - Berufsbildung in der digitalisierten Arbeitswelt

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber, die Deutsche Bank, und einem Grußwort von Claudia Knobel, Referentin für berufliche Bildung im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, ging es inhaltlich Schlag auf Schlag. Die Referent*innen Charlotte Venema (Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.), Christoph Acker (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und Prof. Dr. Holger […]

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Studienabbruch: Gründe und Möglichkeiten diesen zu verhindern

Mehr als eine halbe Million Erstsemester haben sich laut Deutschem Studentenwerk zum Wintersemester 2016/17 an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Entsprechend der Zahlen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), wird davon ein Viertel das anfänglich gewählte Studienfach früher oder später abbrechen, um entweder das Studienfach zu wechseln oder das Studium komplett aufzugeben. Ein solcher Abbruch kostet Zeit, Nerven und nicht selten Selbstbewusstsein – oftmals ließe er sich zudem durch eine frühzeitige Studienberatung vermeiden.

Mit der in den vergangenen Jahren rapide steigenden Zahl an Studienanfängern ist eine steigende Quote der Studienabbrecher festzustellen. Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung gibt, je nach Hochschultyp, eine Abbrecherquote von 20 bis 30 Prozent an. In den naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern liegen die Zahlen teilweise deutlich darüber, bei etwa 40%. Die Frage, die sich angesichts dieser Zahlen aufdrängt: warum brechen so viele ihr Studium ab?

Ein Studienabbruch kann letztlich viele Gründe haben: finanzielle Probleme, Leistungsschwächen oder schlicht die Wahl des falschen Studiums. Laut DZHW resultieren die falsche Studienentscheidung und die damit einhergehende mangelnde Studienmotivation vor allem aus der „ungenügenden Selbstkenntnis der Studienberechtigten“. Darin liegt wiederum die zentrale Ursache für den Studienabbruch. Ohne das Wissen um die eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen ist eine fundierte Studienwahl angesichts von über 10.000 Studiengängen und 450 Hochschulen schlicht unmöglich. Die Herausforderung, die sich stellt: Bereits in der Schulzeit werden die Weichen für den weiteren Bildungs- und Berufsweg gestellt, oft zu einem Zeitpunkt der persönlichen Entwicklung, an dem es den Jugendlichen aufgrund schulischer Anforderungen und persönlicher Lebenslagen schwerfällt, sich eigenverantwortlich mit langfristigen Perspektiven auseinanderzusetzen.

Deshalb sind die zu beobachtenden Folgen bei den jungen Menschen im Zuge ihrer Suche nach dem „richtigen“ Beruf, der „richtigen“ Ausbildung oder dem „richtigen“ Studiengang nachvollziehbar: Neben Unsicherheit, Vermeidungsverhalten oder hektischen Aktionismus schwanken sie zwischen unterschiedlichsten Ideen und der Angst, sich falsch zu entscheiden. Auch Eltern wissen in dieser schwierigen Orientierungs-Phase oftmals nicht, wie sie ihre Kinder unterstützen können.

Studienberatung setzt genau da an. Dabei geht es nicht darum, den Jugendlichen zu sagen, was sie studieren sollen, auch wenn sich das sicherlich einige wünschen. Es geht darum, gemeinsam tragfähige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Grundlage hierfür bildet eine ausführliche Potenzialanalyse, welche ein Profil der individuellen Potenziale zu Tage fördert. Auf dieser Basis können dann Studien- und Berufsperspektiven entwickelt werden. Das entspricht unserem Verständnis von nachhaltiger und ganzheitlicher Studien- und Karriereplanung. Letztlich steht für uns dahinter die Erkenntnis, dass der einzige Weg, dauerhaft erfolgreich und zufrieden zu sein, darin besteht, etwas zu tun, das einem wirklich am Herzen liegt.

Frankfurter Neue Presse: „Studien- und Karriereberatung in Frankfurt. In sechs Stunden den richtigen Studiengang finden“

Kristina Seum (35) ist Diplom Pädagogin und Gründerin von „talentraum“, einer Studien- und Karriereberatung in Frankfurt. Diese Beratung richtet sich an Schüler, die vor der schweren Entscheidung stehen: Studieren? Und was? FNP-Mitarbeiter Thomas J. Schmidt hat mit ihr gesprochen.

Das Abi ist geschrieben. Wie schwierig ist es für Schüler, den passenden Studiengang zu finden?

KRISTINA SEUM: Aktuell werden an 450 deutschen Hochschulen und Universitäten etwa 10 000 Bachelor-Studiengänge angeboten. Darunter die Klassiker wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Jura, Medizin, aber auch sehr exotische Studienfächer. Für viele ist das schlicht überfordernd. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach aber das fehlende Wissen um die eigenen Stärken, Interessen und Perspektiven.

Liegt es an G8? Die Schüler sind viel jünger als früher, vielleicht sind sie ja auch unreifer.

SEUM: Ich kann dahingehend keine eindeutigen Veränderungen feststellen. Die Frage nach der eigenen Zukunft war schon immer schwierig zu beantworten. Wir versuchen in den Gesprächen mit Eltern und Schülern immer klar zu machen, dass es sich um eine Entscheidung handelt, die nicht unbedingt das ganze weitere Leben bestimmt.

Also etwas weniger Angst bei der Studienwahl?

SEUM: Ich wünsche mir, dass diese Zeit wieder stärker als Chance, und nicht so sehr als Problem wahrgenommen wird. Anders als in der Schule, kann ich mir jetzt nämlich aussuchen, womit ich mich in den kommenden Jahren beschäftigen möchte. Das ist doch toll. Und bei 10 000 Studiengängen ist für die allermeisten sicher was dabei.

Was sind die kuriosesten Fächer?

SEUM: Es gibt eine ganze Reihe sogenannter Orchideenfächer. Mir fällt da spontan Coffeemanagement in Hamburg ein. Angewandte Freizeitwissenschaft, Bionik oder Afrikanische Sprachen, Literaturen und Kunst sind auch eher exotische Studiengänge…

Sie beraten Schüler. Ihr Unternehmen „talentraum“ bietet ein alternatives Angebot zur Beratung an Hochschulen oder der Agentur für Arbeit. Was ist der Unterschied?

SEUM: Ein wesentlicher Unterschied ist sicherlich die Zeit, die wir uns für die Beratung nehmen. Eine Einzelberatung dauert bei uns einen ganzen Tag plus Auswertungsgespräch einige Tage später. Wir bieten auch Workshops mit vier bis acht Teilnehmern, die auch ein oder sogar zwei Tage dauern.

Spielen wir es mal durch. Ich komme zu Ihnen, hatte vielleicht Kunst und Chemie im Leistungskurs und frage Sie, was ich jetzt studieren soll. Was passiert?

SEUM: Meine erste Frage wäre sicherlich: Warum wollen Sie studieren? Für viele ist diese Frage schon schwer zu beantworten und oft auch etwas überraschend. Es sollte aber klar sein, möchte ich studieren, weil ich Lust dazu habe, weil es Tradition in der Familie ist oder weil ich nicht weiß, was ich stattdessen machen soll. Nur wenn ich wirklich Lust auf ein Studium habe, macht die Suche nach dem passenden Studiengang Sinn.

Dann würden Sie zwei Drittel ihrer Kandidaten gleich wieder heimschicken?

SEUM: Nein, natürlich nicht. Wir schicken niemanden nach Hause. Wir würden versuchen herauszufinden, was es statt eines Studiums sein könnte. Vielleicht passt ja eine Berufsausbildung gerade besser. Eventuell macht es auch Sinn, erstmal ein freiwilliges soziales Jahr einzulegen, den Kopf frei zu bekommen, und danach zu studieren.

Wie sieht so ein Beratungstag bei Ihnen aus?

SEUM: Ein Beratungstag beginnt gegen 9 Uhr. Am Anfang steht zunächst einmal das Kennenlernen. Im Anschluss daran folgen eine ganze Reihe Tests. Letztlich geht es dabei immer um die Beantwortung der Fragen: Was spornt mich an? In welchem Umfeld leiste ich viel? Was konnte ich schon immer besonders gut? Vor allem aber: Was ist mir wichtig – im Studium, im Beruf und im Leben? Entscheidend ist für uns aber der umfassende persönliche Dialog, durch den wir die Testresultate einordnen und den Menschen dahinter besser kennenlernen. Dies ist aus unserer Sicht durch nichts zu ersetzen und der Kernpunkt unseres Beratungskonzeptes. Der Tag endet in der Regel gegen 16 Uhr. Etwa eine Woche später findet dann ein Auswertungsgespräch statt.

Wer wendet sich häufiger an Sie: Eltern oder die Schüler?

SEUM: Ganz klar die Eltern. Den Schülern fehlt in diesem Alter häufig noch das Gefühl für die Herausforderungen bei der Studien- und Berufswahl. Das ist aber völlig normal. Schließlich werden Entscheidungen zu einem Zeitpunkt erwartet, zu dem es den Jugendlichen aufgrund schulischer Anforderungen und persönlicher Lebenslagen schwer fällt, sich eigenverantwortlich mit langfristigen Perspektiven auseinanderzusetzen.

Sind das dann die oft zitierten „Helikoptereltern“?

SEUM: Überhaupt nicht. Die Eltern möchten ihr Kind schlicht in dieser wichtigen Phase unterstützen. Eltern sind wichtige Ansprechpartner. Es muss aber immer klar sein, dass am Ende die Schüler die Entscheidung treffen müssen. Das kann ihnen niemand abnehmen.

Was kostet Ihre Beratung?

SEUM: Ein Tag Einzelberatung kostet 750 Euro, der Ein-Tages-Workshop kostet 275 Euro, zwei Tage kosten 450 Euro.

Die Abbrecherquoten sind hoch, trotz der Bemühungen der Hochschulen etwa mit eigenen Studienberatungen. Liegt es auch an der falschen Wahl des Studienfachs?

SEUM: Probleme entstehen, wenn sich die Studieninteressierten nicht mit ihren Talenten, Interessen, Zielen sowie den Anforderungen und den Inhalten des Studienfachs auseinandergesetzt haben. Untersuchungen zeigen, dass es drei wesentliche Gründe für den Studienabbruch gibt – wobei diese nicht getrennt voneinander zu betrachten sind: Zu hohe Leistungsanforderungen, geringe Motivation und finanzielle Probleme.

Wann sollte ich als Schüler anfangen mich mit meinen Möglichkeiten nach der Schule zu beschäftigen?

SEUM: Spätestens im Abschlussjahr sollte eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema beginnen. Eine fundierte Studienwahl braucht Zeit. Außerdem endet die Bewerbungsfrist für bestimmte Studiengänge, vor allem duale, häufig bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Studienstart.

Eine letzte Frage: Wie haben Sie Ihr Studium gefunden?

SEUM: Um ehrlich zu sein, war es bei mir eine Kombination aus einer vagen Ahnung um meine Interessen und Talente und einer großen Portion Glück.

 

 

Quelle: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/In-sechs-Stunden-den-richtigen-Studiengang-finden;art675,2559335

TALENTUM 2017 – Berufsbildung in der digitalisierten Arbeitswelt

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber, die Deutsche Bank, und einem Grußwort von Claudia Knobel, Referentin für berufliche Bildung im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, ging es inhaltlich Schlag auf Schlag. Die Referent*innen Charlotte Venema (Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V.), Christoph Acker (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und Prof. Dr. Holger Horz (Goethe-Universität Frankfurt) beleuchteten in ihren aufschlussreichen und spannenden Vorträgen die Rahmenbedingungen einer sich stark verändernden Arbeitswelt aus ihrem jeweiligen Arbeitskontext und skizzierten interessante Lösungsansätze für die anstehenden Herausforderungen.

Im Mittelpunkt der Vorträge standen dabei Fragen wie: Mit welchen wesentlichen Anforderungen und Erfordernissen sehen sich heutige Erwerbstätige konfrontiert, um mit den dynamischen Modernisierungsprozessen auf dem Markt und im Arbeitsleben mithalten zu können? Welche neuen Kompetenzen und Qualifikationen müssen dafür junge Menschen in Schule, Ausbildung und Studium erwerben? Und wie schaffen Bildungsinstitutionen die nötigen Rahmenbedingungen?

Im Anschluss an die Vorträge folgte eine lebhafte und spannende Podiumsdiskussion unter reger Beteiligung des Publikums. Dabei zeigt sich, dass es durchaus kontroverse Ansichten zum Thema „Berufsbildung in der digitalisierten Arbeitswelt“ gibt.

Fazit: Für uns waren der Erfahrungsaustausch und die fachliche Diskussion zwischen Vertreter*innen der Schulen, Hochschulen sowie Politik, Verwaltung und Wirtschaft wieder einmal äußerst aufschlussreich und informativ. Gerade in der Studien- und Karriereberatung spielt die Digitalisierung der Arbeitswelt selbstverständlich eine wichtige Rolle.

Das Veranstaltungsprogramm können Sie hier einsehen.

jobmesse in Frankfurt

Unser erster Eindruck: jede Menge los und eine ganze Reihe großer Unternehmen, u.a. Deutsche Bahn, Fraport, ThyssenKrupp. Laut Veranstalter waren etwa 60 Aussteller aus ganz unterschiedlichen Branchen vertreten.

Was uns sofort auffiel: viele junge Menschen, die eher uninspiriert durch die Gänge liefen und anscheinend wahllos Material – vorzugsweise Stifte, Süßigkeiten und andere Giveaways – in ihre Tüten stopften. Meist wurde, vielleicht um das Gewissen zu beruhigen, der ein oder andere Flyer mitgenommen. Kann man sich zu Hause ja noch einmal in Ruhe ansehen. Macht natürlich kaum einer. Und ein paar Wochen später landet der ganze Packen ungelesen im Altpapier…

Woher wir das wissen? So haben wir es damals auch gemacht.

Für uns liegt das grundlegende Problem auf der Hand, und Gespräche mit Besuchern bestätigen diesen Eindruck: ohne zu wissen, wonach ich suche, bleibt mir angesichts der großen Auswahl kaum etwas anderes übrig als irgendetwas in der vagen Hoffnung einzupacken, dass ich dadurch irgendwie Klarheit gewinne. Das gilt im Übrigen gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler wie für Studierende und Absolventen.

Ein Messebesuch gehört jedoch eher an das Ende als an den Anfang eines Studien- und Berufswahlprozesses. Zunächst einmal muss ich wissen: Wo liegen meine Stärken, Interessen und Ziele? Welche Werte sind mir wichtig? Erst wenn ich mir darüber klar bin und ich mich mit potenziellen Arbeitgebern und/oder Arbeitsbereichen auseinandergesetzt habe, erst dann ist ein Messebesuch hilfreich. Denn um die Zeit dort wirklich sinnvoll nutzen zu können, muss ein solcher Besuch gut vorbereitet sein.

Was uns außerdem auffiel: viel zu wenige Besucherinnen und Besucher nutzten den entscheidenden Vorteil einer solchen Messe, nämlich den persönlichen und direkten Austausch mit den Ausstellern und damit die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen sowie Fragen zu stellen, die man so im Internet nicht beantwortet bekommt.

Wichtig bei solchen Gesprächen ist, sich nicht mit Antwortphrasen zufrieden zu geben wie zum Bespiel: „Unsere Auszubildenden / Studierenden haben sehr gute Perspektiven übernommen zu werden.“ Hört sich sehr vielversprechend an, aber was bedeutet das konkret? Wie viele Absolventen wurden in den vergangenen fünf Jahren übernommen? Waren diese Arbeitsverhältnisse befristet oder unbefristet? In welchen Bereichen wurden besonders viele übernommen? Oder eine weitere beliebte Phrase: „Wir bieten unserer Mitarbeitern Möglichkeiten der Weiterentwicklung.“ Sehr gut. Doch was kann ich mir darunter vorstellen? Welche Fortbildungsangebote werden angeboten?

Die Art und Weise, wie mit solchen Nachfragen umgegangen wird, verrät ebenfalls eine ganze Menge über das Unternehmen.

Unser Fazit: Die jobmesse in Frankfurt ist absolut zu empfehlen – aber nur mit der richtigen Vorbereitung! Das gilt im Übrigen für jede Messe.